Allein sein heißt…

2009 November 7
von Juli

Es gibt Tage, an denen ist man einsamer als an anderen.
„Sind deine Eltern etwa nicht da?“
Gute Frage, sie sind es. Aber was heißt schon da und was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Es jedem einzelnen zu erklären fehlt mir die Ausdauer und das Vermögen, mein Seelenleben vor jedermann breitzutreten. Ich will sagen, dass mir jemand fehlt, der mich auch versteht! Ich will sagen, dass ich es anderen manchmal schwer mache, mich zu verstehen, weil ich mich nicht traue, mich auch mal auszusprechen. Ich will sagen, ich kann dir zwar alles erzählen, aber ich brauche auch mal eine Meinung, ein Feedback, etwas was mit Halt gibt und mich weiterbringt. Verlange ich zu viel? Erwarte ich etwas, was ich nicht finden kann, solange ich nicht weiß, wo ich suchen soll, oder stelle ich einfach nur zu viele Fragen und lasse keine Luft für die Meinung anderer Leute?

Aller Guten Dinge Sind Drei

2009 November 6

Nummer 7

Manchmal ist es gut, abgewiesen zu werden. Denn man ehrlich, wer hat schon Lust für so eine alte, verbohrte Kindergartentante zu arbeiten, bei der man schon im Voraus weiß, dass man weder mit ihren Methoden noch ihrer Vorstellung von Kindererziehung zurecht kommen würde? Eben. Deswegen macht auch Absage Nummer zwei keine Regenwolken, sondern lässt viel mehr auf aller guten Dinge dritte Wahl hoffen. Eingefallen, ein neuer Ort, nicht unweit dem ersten, weit genug weg vom zweiten.
Davon mal abgesehen, lassen  uns Erfahrungen reifen, Erkenntnisse werden mit ins Leben hinausgetragen und was nicht sein soll, soll nicht sein. Zu weilen müssen wir etwas suchen, bevor wir das richtige gefunden haben, das was wirklich zu uns passt, anstatt sich mit dem erstbesten zufrieden zu geben, nur weil es gerade vor der Tür steht.

ungebrochener Eigensinn

2009 November 4
von Juli

Au – guck mal, da lebt so ein kleines, junges Mädchen, manchmal aufmüpfig, immer lachend und gern gesehen. Auf einmal, fühlt es sich hin und wieder unterdrückt, nur noch traurig und nirgends beachtet. Es irrt ein wenig blind durch die Straßen, ob Tränen oder Regen vermag es nicht auseinander zu halten, es friert an den Händen und die Füße schmerzen schon, den Kopf voller Gedanken, keiner scheint tröstlich, alle klagen nur an. Die Menschen die dem Mädchen einmal wichtig waren, scheinen weit weg und ungreifbar. Die Gefühle sind abgestumpft und nur der Mechanismus, der sich den Beinen untergeordnet hat, lässt es weiterlaufen. Es freut sich nicht darauf irgendwo anzukommen, weiß es doch nicht, wohin es will. Es kann nicht sehen, was es erwartet, denkt es doch nicht mehr allein. Alle Bilder die in ihm hochsteigen, wirken frustrierend und wiederholen das tägliche Geschehen auf grausige Weise. Freund, wo bist du jetzt, wenn ich dich brauche, fragt es sich, doch es wagt es nicht, es auch auszusprechen. Freund, wer bist du, wenn du nicht da bist, wenn ich dich brauche, fragt es sich, doch klagt es nicht. Freund, wann werde ich dich wieder sehen, fragt es sich, doch es sagt es nicht. Denn dafür, besitzt das Mädchen noch immer zu viel Stotz.

Kleines Licht

2009 November 2
von Daniie Valente

Ich wäre gern ein kleines Licht, das immer leuchtet. Dann könnt’ ich anderen den Weg aus der Irre zeigen, wär’ immer warm und allerorts wöllt man mich in der Mitte wissen; dann würd’ ich glänzen und den Tag erhelln, belebt ihn mal mit kleiner und mal mit großer Freud’, für Jung und Alt, für alle Leut’. Ohne unten, oben ohne, unten ohne, wagt ich oben stets strahlend voraus den ersten Schritt. Ich wäre gern ein kleines Licht, das dich auf deinen Reisen begleitet und dich schützt.

Paris

2009 Oktober 28

Wo bist du? Idee, Schlüssel, Gefühl

Wann sehen wir uns wieder? Schlüssel, Gefühl

Wer vermag dich zu finden? Gefühl

Ich will zurück nach Paris, wenn möglich bitte wenden!

Was solls – man ist eben nur einmal jung

2009 Oktober 23

Nummer 6

Erkenntnisse sind nicht immer dafür da, um beachtet zu werden!

Goodbye Subjektivität, Hallo Vodka

2009 Oktober 22
von Juli

Nummer 5
Nie wieder FX! (bis spätestens nächsten Freitag)

Ich hab noch Rest von gestern Abend, du bist seit heute Morgen betrunken.
Was ist wohl schlimmer?

Liebe ist für alle da

2009 Oktober 21
von Juli

Nummer 4

Liebe ist für alle da, egal ob links oder rechts!

http://www.youtube.com/watch?v=vJbrScfEDeI&feature=fvhl

Liebe hin, Liebe her.
Wie oft spielt unser Herz uns einen Streich, lässt uns glauben, den idealen Menschen gefunden zu haben, nur ihn zu lieben und nichts und niemand auf der Welt das zerstören kann?
Ich weiß sehr wohl aus Erfahrung, dass es passiert, ein Blick, eine Berührung, ein Kuss, weniger als das.
Liebe passiert: In der Stadt aneinander vorbeigegangen, in der selben Bahn gesessen, die selbe Schule besucht, den selben Film gesehen, miteinander getanzt, einen Cocktail zusammen getrunken, in einem Wartezimmer ein ungezwungenes Gespräch miteinander begonnen, bei einem Kuss, …
Und boom!, verliebt.
Tolles Gefühl, unglaubliche Empfindung und dann scheiden sich die Geister.
Gefühl zulassen, Empfindung nachgehen? Oder doch eher Gefühl fühlen, Empfindung empfinden, aber dabei bleiben? Zu wissen, was du fühlst und zu fühlen, was ich weiß, bedeutet mir dass ich mich falsch verhalten und dich verletzt habe. Ich kann nur hoffen, dass es noch nicht zu spät ist…
Ist es doch genau das, was zu kritisieren ich an anderen Menschen pflegte und nicht mit umzugehen wusste. Mit jemanden zusammen zu sein, der sich nicht wirklich für eine Beziehung einsetzen kann, weil er immer noch glaubt, als Single besser dran zu sein, weil er es nicht zulassen will, sich tatsächlich zu verlieben. Wenn du jemanden magst, dann sag es ihm auch und wenn er es nicht erwidert, hat er es nicht verdient, aber wenn doch, warum sollte man es dann nicht versuchen?

Ich mag es beim Schreiben eine Selbstfindung zu erfahren und am Ende zu wissen, was der nächste Schritt ist.

Ich mag dich doch auch! Willst du mit mir gehen?

Ja ◊      Nein ◊    Vielleicht◊

Wofür rote Ampeln nütze sind

2009 Oktober 20

Nummer 3

Rote Ampeln sind dafür da, um die Zeit zum Knutschen zu nutzen.

Ich liege neben dir, du siehst mich an und meinst leise, dass du mich magst. Ich werde aus dem Gleichgewicht geworfen, überspiele es mit einer idiotischen Frage und versuche zu lächeln. Deine Empfindung in dieser Situation in Frage zu stellen, war wahrscheinlich nicht richtig, aber als mein Selbstschutz anzusehen. Ich weiß nichts und doch genau, dass ich uns Zeit lassen will. Es nicht zu beantworten, muss nicht heißen, dass ich nicht ebenso empfinde, doch es auszusprechen traue ich mich nicht. Gehen wir mit der Zeit und lassen uns treiben, weil die Gedanken an ein Morgen viel tröstlicher sein können, als die der Vergangenheit, weil so manche Wahrheit, zu sehr verletzt, weil uns gerade erst kennen lernen und noch lange nicht damit fertig sind!

Danke für diesen schönen Abend.

Bilanz

2009 Oktober 17

Okay, vielleicht ist es noch ein wenig verfrüht, eine Jahresbilanz aufzustellen, aber der heutige 15. Oktober 2009 bringt mit seinen Erkenntnissen doch so etwas wie einen Abschluss hervor. Deswegen will ich mich nicht weiter um inkorrekt wirtschaftliches Verhalten bemühen, sondern einfach versuchen Aktiva und Passiva voneinander abzugrenzen, um am Ende bei so etwas wie einem zufriedenem Leben herauszukommen.
Februar: eine verkorkste Beziehung
Sommer: zwei gebrochene Herzen, die beide nicht beziehungsfähig sind
Überhaupt: drei Mal Liebe für drei Jahre Beziehung
Innerhalb: vier Quartalen
Und dennoch glücklich!

Woran das liegt? Nun gut, wie wir wissen, ist Zeit immer das Allheilmittel und die beste Ausrede überhaupt. Da ich nur ein kleiner Mensch bin und mich gerne an alles klammere, was tröstlich erscheint, will ich den Abschluss wie folgt erklären:

Das Alte kann nicht ruhen, bevor man es nicht gewagt hat. So können Gefühle und Gedanken immer wieder hervortreten, obwohl man glaubt eigentlich längst damit abgeschlossen zu haben.
Sind wir erst dann in der Lage wirklich ernsthaft neue Bindungen einzugehen?
Wie viele Frösche müssen geküsst werden, bis man den „Richtigen“ findet und woran erkennt man ihn, damit man ihn nicht gleich wieder wegjagt?

Vielleicht ist der Sommer für dieses Jahr ja vorbei, aber das heißt nicht, dass man dem Winter nicht auch schöne Seiten abgewinnen kann.
Mit einem Lächeln auf den Lippen und den Gedanken an ein tolles Treffen, fällt dies leicht zu glauben – ein nächster Sommer kommt dann bestimmt!
Und wir geben nicht auf, machen immer weiter, am Ende, werden wir die Gewinner sein, denn die Hoffnung stirbt zuletzt!

Ich fühle mich großartig. Danke.