Eines Morgens

Veröffentlicht in Leben bei 2 Juli 2008 von daniievalente

Eines Morgens in einer besseren Welt:

du wachst auf,
die Straßen sehen anders aus,

die Stadt ist alt und grau,
das Land ist leer und verbraucht.

Du wachst auf,
die Straßen sehen wie immer aus,

die Stadt ist belebt und vertraut,
das Land ist frei und gehört zu dir.

Eines Morgens wachst du auf und alles sieht anders aus.

Ein längst erloschener Stern

Veröffentlicht in Ein neuer Tag, Im Sommer ist immer alles anders, Leben bei 21 Juni 2008 von daniievalente

“Ich kann dir schlecherdings etwas versprechen,
habe ich doch nichts.
So will ich dir dennoch alles geben;
dafür sorgen, dass Träume in Erfüllung gehen.”

Zweifeln und Denken führt zur Existenz, dann bin ich doch lieber nur ein längst erloschener Stern, dessen Licht uns auf Erden zwar noch berührt, doch dort Oben in der weiten Ferne schon nicht mehr von Bedeutung ist.

Ich kann ihr mit wenigen Worten erklären, warum es sich lohnt weiterzumachen, dafür zu kämpfen und um Nichts auf der Welt aufzugeben, aber wenn ich dann mich selbst erblicke, weiß ich nicht wofür.

Man lebt für sich in den Tag hinein und stolpert über ein neues Gesicht.
Es ist Frühling und alles erlaubt.
Noch ehe man sich versieht, hat man sich verliebt.
Aber: es ist Frühling und alles ist erlaubt.
Man trifft sich und gefällt.
Man verabredet sich und küsst.
Man schläft miteinander und wird uns.
Uns!
Die Romanze entwickelt sich und uns wird klar,
dass es nicht mehr Frühling ist.
Der Sommer ist ins Land gezogen
ohne das wir etwas daran hätten ändern können.
Wir sind ein Paar, doch gehe ich zu weit,
wenn ich dann auch von Liebe spreche?
Was passiert, wenn der Sommer vorbei ist,
und der Herbst vor der Tür steht?

Sie sagt: “Mach dir darüber jetzt noch keine Gedanken, der Herbst ist noch so weit weg.”
Und ich lege mich nieder, weiß ich doch ganz genau, ist es das, was ich so fürchte.
Umso mehr Zeit vergeht, umso öfter wir einander begegenen, umso mehr wir in die Privatsphäre des anderen vordringen, umso stärker wird auch das Band zwischen uns.

Dunkelheit?
Ohne Licht und ohne Hoffnung?
Liebst du mich?
Was empfinde ich für dich?
Ziehe ich mich zurück, um mich selbst zu schützen?
Oder bin ich doch lieber der längst erloschene Stern?
Er kann nicht mehr verletzt werden, er hält noch seinen Schein für unser Auge aufrecht, doch die Wahrheit sieht ganz anders aus.
Er möchte nicht so viel Aufmerksamkeit für sein Ende.
Die Menschen vergessen ihn irgendwann,
er wird sich damit begnügen.

Divine intervention.
Ein längst erloschener Stern.

Gedanken während einer Busfahrt

Veröffentlicht in Leben bei 21 Juni 2008 von daniievalente

20. Juni’ 08

Ein Gedanke so süß wie die verborgenen Gefühle der Nacht.

Das Leben eine Karusellfahrt mit ständigen Auf und Abs
und dem stetigen Kreisbewegungen?
Mehr noch und nicht weniger.

Was ich erwarte von Anderen,
das soll ich auch selbst vollbringen?
Sehr wohl, Madam.

The Good Left Undone

Veröffentlicht in Leben bei 4 Juni 2008 von daniievalente

Es gibt Tage im Leben, an denen wir uns wünschten alles hinter uns lassen zu können
Und so schnell wie möglich abhauen wollen
Der Moment soll vergehen
Egal was man zurücklassen muss
Alles scheint gleich
Das Gefühl, das man raus muss ist stärker
Die Haut brennt
Der Kopf scheint furchtbar zu schmerzen
Es ist zu viel
Stimmen schreien
fordern
Und doch, können wir uns nicht dagegen erwähren die zu sein, die wir sind
Und wir rufen zurück: ich bin hier, ich bin am leben!

Gedanken zum Gleichen, nur eben bedrückender

Veröffentlicht in Ein neuer Tag bei 30 Mai 2008 von daniievalente

Fühlt sich so auch Leonore?
Wenn sie die Tage dahinfliegen sieht und sich fragt, ob sie ihn jemals wieder sehen wird.
Gewiss denkt sie. Eines Tages werden wir uns wieder begegnen.
Aber, was ist das noch übrig von dem, was man einst Liebe nannte.
Konnte man diesen Gefühlen überhaupt solche Bedeutung zuwenden?
Hatte sie sich vielleicht gar verrannt?
Sollte er entdeckt haben, dass sie doch nur ein kleines Mädchen war?
Oder hatte er andere Dinge zu tun und hielt sich auf berechtigten Gründen von ihr fern?
Nicht wissen, wo er gerade war, betrübte sie.
Sie wollte nicht so sehr von ihm abhängig sein und spürte doch, dass es längst zu spät war.
Sie hatte sich ihm anvertraut, als sie es selbst noch gar nicht wusste.
Auf ihn zu warten verlangte ihr mehr ab, als sie es sich jemals hätte vorstellen können.

Das Gefühl, was er ihr vermittelte, wenn sie einander trafen, war das Schönste auf der Welt und gleichzeitig fürchtete sie sich vor dem Abschied und der Ungewissheit des Wiedersehens.
Es gelingt ihr nicht immer, den Mut aufzubringen nicht darüber nachzudenken.
Der verstand holt sie früher oder später wieder ein und trägt sie zurück zu ihrer Familie und ihrem Stand.
Der Verantwortung und der Überzeug.
Ihrer Treue und ihrer Last.

Pox - nein, nicht die Krankheit, sondern ein Lied von den Smashing Pumpkins

Veröffentlicht in Ein neuer Tag bei 29 Mai 2008 von daniievalente

Ein weiterer Tag vergeht,
ein weiterer Tag ohne dich.
Ob wir uns morgen sehen,
ich weiß es noch nicht.
Ein kleines Herz
es wartet gespannt.
Lebt in den Tag hinein,
freut sich auf die Freiheit.

- so unabhängig und doch bedingt

Wir wollen unbedingt unabhängig sein und schränken uns damit doch immer wieder nur noch weiter ein.
Ich denke an dich,
lausche der Musik,
lasse die Stunden vergehen,
zähle nicht die Momente,
denke einfach an nichts.
Zweifle nichts an,
bin dennoch anwesend.
Ich lebe!
Und das ist das wichtigste überhaupt.
Vergiss René Descartes und all diese Pseudophilosophen.
Ich liebe das Leben, ich liebe dich (Leben)

Weil es immer weiter geht

Veröffentlicht in Es lebe der Rotstift bei 28 Mai 2008 von daniievalente

Die Stadt ist zu klein für mich und mein neues Leben!
Ein Auszug wird wohl unumgänglich bleiben.
Weggehen, und nicht mehr zurückdenken.
Lernen, das Neue zum Mittelpunkt des Lebens zu machen.
Sich trauen, es einfach auszuprobieren.
Das Ziel des Aufbruchs vor Augen,
Ohne zu wissen, wie es sich entwickeln wird
Wagen, neu zu beginnen.

Den Liebsten die Treue halten.
Sie niemals vergessen,
Weil sie ein wichtiger Teil unseres Lebens gewesen sind;
Immer bleiben werden.
Egal wie weit weg wir sind,
Diese Freundschaft wird nie zu Ende gehen.
“Nichts wird uns tot kriegen - weil wir noch Freunde sind.”

Der Augenblick, er ist vergänglich

Veröffentlicht in Von Daniie bei 28 Mai 2008 von daniievalente

Auszug eines Briefes von Leonore Casement an Evan O’Connor

Einen Moment verweilen
Nur einen Augenblick an nichts mehr denken.
Sich befreien, von den Gedanken,
die das Herz so erschweren,
den Kopf so müde und den Tag so lang machen.

Nichts wissen und doch alles verstehen.
Sie sehen, dass Sie nichts sehen.
Jetzt können Sie auch unbelastet weitergehen.
Eilen.
Renne.
Nicht bemerken, dass es noch mehr gibt.

Nimm mich mit auf deiner Reise
Trage mich weit weg
Ich will dir folgen bis auf Ewig
Mein Leben, es gehört ganz dir.
Es soll sich erfüllen
Kennt keinen anderen Sinn
Ich liebe dich so sehr
Und gleichzeitig weiß ich doch
Dass es irgendwann eines Tages alles vorbei sein kann.

Fordern wir doch das Leben und nehmen es stets so,
Wie es vor uns tritt
Es ist viel zu kurz um noch länger zu warten
Lass uns leben
- Und wenn es nur für einen Augenblick ist.

wenn 1000 fremde deine zeilen im vorbeigehen lesen

Veröffentlicht in Ein neuer Tag bei 16 Mai 2008 von daniievalente

Ich schreibe es und er lebt es.
Warum will ich es dann nicht?
Welchen Grund habe ich,
etwas anderes zu erwarten,
wenn ich es doch selbst so sehe?

Aus Gewohnheit?
Aus Verzückung?
Oder ist es vielleicht doch einfach nur der Frühling?
Wir werden sehen.

So wage ich es.
Traue mich.
Es kommt der Moment,
an dem ich es nicht mehr verstehe.
Dann versuche ich,
ruhig zu bleiben.
Nicht zuviel daran zu denken,
es hilft und es geht weiter.

Ob er wohl jemals richtig zu mir gehören wird?

“Wie’s dir wohl so geht
habe ich mich grad gefragt
denn du hast so lang geschwiegen
da
ich könnt es wissen
immerhin hast du dein leben
irgendwo an irgendeine wand geschrieben
doch, was nützt das schon
ich weis nicht mal wo
hab die suche nach dir aufgegen
was solls
scheinbar reicht es dir
wenn 1000 fremde deine zeilen
im vorbeigehen lesen” singe ich
und du fragst, wie’s mir wohl grad geht?

Gespräche am Abend - die schließlich ein halbes Jahr später veröffentlicht werden

Veröffentlicht in Das Glück Freunde zu haben bei 16 Mai 2008 von daniievalente

fragst du dich manchmal was wäre wenn?
ja klar
und was wäre, wenn ich keinen Freund hätte?
dann wären wir beide ganz bestimmt auch nicht zusammen
wieso nicht?
ich glaube, wenn wir beide zusammen wären, dann würde die Welt nicht mehr sicher sein
wie meinst du das denn?
na bei so einem chaotenpaar was wir beide abgeben würde, da kann die erde nur aus dem Gleichgewicht geraten!
sehr poetisch
ich versuche mein bestes, um mit dir schritt zu halten, aber denk einfach nicht wieder drüber nach, du bist schließlich vergeben. ich hab dich wahnsinnig lieb, weist du das?!
ja, gute Nacht
Nacht

Montag, der 29. Oktober 2007