For Never Together
Ich verabscheue ihn dafür, dass er solch eine Macht über mich hat. Zu kommen und zu gehen, wie es ihm gerade beliebt. Ob mit Absicht oder nicht, gespielt oder echt, er schafft es doch immer wieder, mich ins Unglück zu stürzen und über kurz oder lang, muss ich einsehen, wie verfallen ich ihm bin und wie abhängig er mich macht. Ist es nicht erschütternd zu sehen, egal, wie sehr er mich auch verletzt und ganz gleich wie oft er mir auch wehtut, wie stark dennoch die Gefühle für ihn sind und was für eine Bindung davon ausgeht?
Es gibt da jemanden, an den muss ich immerzu denken.
Mein Herz schlägt schneller, wenn ich ihn erblicke.
Meine Augen beginnen zu glänzen und das Schönste was ich sagen kann ist ein schüchternes Hi.
Das Schönste was er sagt ist ein Seufzen.
Am liebsten würde ich ihn küssen. Schließlich lächelt er auch so anziehend.
Schon fast reizend.
Am liebsten würde er mich küssen. Schließlich findet er mich so anziehend.
Schon fast liebenswürdig.
Wenn es beginnt, dann steht die Welt still.
Minuten und Stunden können vergehen und solange wir zusammen sind, ist alles in Ordnung.
Liegen uns in den Armen, küssen uns, tanzen miteinander. Können uns unendlich lang in die Augen sehen.
Dann trennen sich unsere Wege.
Stunden der Verwirrung und Irrung vergehen, bevor er zu seiner Freundin zurück geht und ich in tiefe Trauer zurückfalle.
Was hat er gesehen? Frage ich mich gerade, und kann ihn nicht mehr fragen, weil es dafür zu spät ist.
Was habe ich gesehen? Frage ich mich als nächstes und das erstaunliche daran ist, dass ich die Frage selbst nicht beantworten kann.
Ist irgendetwas kaputt bei mir?
For Never Together - traurige Lieder hören und zugleich wissen, dass sie es nicht besser machen werden, nicht besser machen können.
“Es ließe sich viel einfacher damit leben,
wenn er mir egal wäre.
Wenn ich es schaffen könnte,
die Gefühle und all die leeren
Versprechungen zu vergessen,
und weiterzuleben,
ohne ihn.
Niemals mit ihm.”
Against Me!